Des Spielmanns Handwerkszeug

Hier werde ich nach und nach meine Instrumente vorstellen

 

 

 

Portativ (lat. portare - tragen)

 

Das Portativ ist eine mittelalterliche Kleinorgel und seit dem 8. Jahrhundert belegt. Das Instrument verfügt über eine vollchromatische Klaviatur von 2 Oktaven + Bordunpfeife. Während eine Hand den Blaseblag bedient, spielt die andere Hand auf der Klaviatur die Melodie. Einfache Mehrstimmigkeiten sind möglich.

 

Das Portativ hat Alex Tille gebaut - www.Tille.de

Schlüsselfidel/Nyckelharpa

 

Die Schlüsselfidel ist ein Streichinstrument und in einfacher Ausführung, als sogenannte Moraharpa, seit dem Mittelalter belegt. Die modernenen Ausführungen der Schlüsselfidel sind chromatisch und weisen eine 3 oder 4reihige Tastaturreihe und je nach Ausführung 1 Bordunsaite auf. Anhand dieser Tastatur werden die Töne abgegriffen. Das Instrument verfügt über 12 Resonanzsaiten, welche dem Spiel einen "Halleffekt" verleiht. Die Schlüsselfidel/Nyckelharpa hat sich über die Jahrhunderte in der schwedischen Folklore gehalten und wird dort heute immer noch gespielt. Mein Instrument ist in cgda gestimmt und spielt mit Cellosaiten.

 

Die Nyckelharpa wurde von Enar Magnusson aus Schweden gebaut - www.nyckelharpan.se

Schlüsselfidel/Moraharpa

 

Die Moraharpa ist eine frühe Form der Schlüsselfidel. Sie verfügt über insgesamt drei Saiten. Die zwei Bordunsaiten stehen unisono in Quarten zur Melodiesaite. Die Moraharpa verfügt über eine Tastaturreihe. Über diese Tastatur werden die Töne auf der Melodiesaite abgegriffen. Je nach Ausführung kann die Tastatur diatonisch oder chromatisch angeordnet sein. Typisch für die Moraharpa ist, dass alle Saiten gleichzeitig mit einem Rundbogen gestrichen werden.

 

Mein Instrument stammt aus der Werkstatt von Christian Dreier - www.dreiers-dudelsackbau.de

Mittelalterlicher Marktsack

 

Der sogenannte mittelalterliche Dudelsack ist ganz und gar nicht mittelalterlich. Es handelt sich bei dieser Sackpfeife um einen modernen Dudelsack, welcher im Rahmen der Folkbewegung der ehemaligen DDR entwickelt wurde. Meiner wurde optisch nach einer mittelalterlichen Totentanz Abbildung gestaltet. Die Spielpfeife ist stark konisch gebohrt und spielt mit einem Rohr für die schottische Great Highland Bagpipe. Dementsprechend laut und knackig ist der Klang. Spielbare Tonarten sind a-dorisch, a-dur und natürliches a-moll.

 

Bordune und Doppelstock gebaut von Jens Güntzel - www.dudelsackwerkstatt.de

Spielpfeife von Klaus Stecker - www.Klaus-Stecker.de

Mittelalterlicher Dudelsack mit französischer Spielpfeife

 

Dieser Dudelsack ist optisch einer historischen Abbildung nachempfunden. Die Spielpfeife ist ein französische in der Stimmung g/c. Selbige ist mit einer Oktavklappe versehen, welche einen Tonumfang von 2 teilchromatischen Oktaven erlaubt. Die Griffweise ist französisch halbgeschlossen. Die Bordune wurden auf meinen Wunsch hin recht laut gebaut. Die Trichterchen an den Bordunen tragen ihren Teil zum präsenten Bordunklang bei.

 

Gebaut wurde der Dudelsack von Andreas Rogge - www.uilleann-pipes.de

Mulitanky

 

Das Mulitanky ist eine dreibordunige Sackpfeife mit zylindrischer Bohrung und einfacher Aufschlagzunge in der Spielpfeife. Die Lautstärke ist mit einer Schäferpfeife vergleichbar. Der Klang unterscheidet sich jedoch deutlich von der Schäferpfeife. Die Grundstimmung ist d-dur. Mit etwas Stimmwachs ist aber auch natürliches d-moll möglich.

 

Gebaut wurde mein Mulitanky von Juro Dufek aus der Slowakei - www.bagpipes.sk

Zampogna Molisana

 

2007 hörte ich zum ersten Mal eine Zampogna Molisana bei der niederländischen Gruppe "Goede en de fijne"! Ich war so beeindruckt vom Klang, dass ich mir noch in der gleichen Woche eine Zampogna in Italien bestellte. Die Bestellung lief über einen italienischen Verein zur Brauchtumspflege. Gebaut wurde die Zampogna von Luigi Ricci. Die Zampogna ist in g-dur gestimmt. In Spielpfeifen und Bordunen befinden sich Doppelrohrblätter. Auf der kleineren Spielpfeife hat man dank einer nachträglich eingebauten Erweiterungsklappe einen Tonumfang von fis bis e. Auf der großen Spielpfeife kann man von g bis d spielen. Dank meines Freundes Mick Loos kann man den großen Bordun als dritte Spielpfeife (d/e und es) nutzen. Diese wird mit dem Daumen gespielt. Dank dieser Raffinesse ergeben sich beeindruckende Klangmöglichkeiten. Die Haltung der Zamogna ist unbequem - dies liegt in der Traditon des Instrumentes und muss so sein!

Drehleier

 

Die Drehleier ist ein Saiteninstrument, bei dem die Saiten anhand eines Rads angestrichen werden. Eine Hand dreht dieses Rad mittels einer Kurbel, während die andere Hand die Tastatur bedient. Auf der Tastatur werden die gewünschten Töne abgegriffen. Drehleiern gibt es in den verschiedensten Ausführungen, was die Besaitung, Form und Größe betrifft. Meine Drehleier ist das Modell "Pilgerleier" in g/c Stimmung und hat 2 Melodiesaiten, 2 Bordunsaiten und 1 Schnarrsaite. Der Ambitus liegt bei 2 chromatischen Oktaven.

 

Gebaut wurde meine Drehleier von Helmut Seibert - www.saitenklang.de

Renaissance-Cister

 

Die Cister ist ein Zupfinstrument. Sie hatte ihre Blütezeit in der Renaissance und im frühen Barock. Die Saiten der Cister sind aus Stahl und meist doppelchörig angelegt. Je nach Herkunft kann die Anzahl der Doppelchöre variieren. Die Saiten werden mit einem Plektrum angeschlagen. Der Korpus ist meist birnenförmig. Das Schallloch ist oft mit einer Rosette aus Holz oder Pergament ausgeschmückt. Aufgrund der offenen Stimmung ist das Instrument relativ leicht zu erlernen.

 

Meine Cister wurde von Winfried Goerge gebaut.

 

Keltische Harfe

 

Diese Art der Harfen war im Mittelalter insbesondere in Irland und in Schottland verbreitet. Das Instrument ist diatonisch gestimmt. Keltische Harfen  können mit Bronzesaiten aber auch mit Nylon- oder Carbonsaiten bespannt sein.  Mein Instrument hat 27 Saiten. Es ist nicht sicher woher die keltische Harfe ursprünglich stammt. Es gibt eine Theorie die besagt, dass die Harfe von den Wikingern nach Irland gebracht wurde. Die andere Theorie besagt, dass die Harfe keltischen Ursprungs ist. 

 

Meine keltische Harfe hat Gerd Müller gebaut - www.harfenmueller.de

Psalter

 

Der Psalter stammt aus dem orientalischen Raum und gilt als Urform des Hackbretts. Ab dem 12. Jahrhundert findet man den Psalter auch im europäischen Raum. Die Nachbauten dieser Instrumente sind aus klangtechischen Gründen meist mit Metallsaiten bespannt. Gestimmt ist mein Psalter auf g-dur.

Glockenspiel

 

Das Glockenspiel gehört zu den Perkussionsinstrumenten. Selbiges war im Mittelalter das einzige perkussive Instrument mit dem man Melodien spielen konnte. Die Glocken, welche in ihrer Form den mittelalterlichen Bienenkorbglocken entsprechen, werden mit kleinen Holzhämmern angeschlagen. Es gibt eine Vielzahl von mittelalterlichen Abbildungen auf denen diese Instrumente zu sehen sind - oft zusammen mit einer Harfe oder auch mit einem Portativ. 

 

Die einzig mir bekannte Bezugsquelle für gestimmte Glocken ist Michael Metzler - www.Glockenladen.de

Renaissance-Schalmei

 

Die Schalmei ist ein frühes Doppelrohrblattinstument, bei dem das Rohrblatt direkten Kontakt mit den Lippen hat. Dieser direkte Ansatz bietet Vorteile bzgl. der Modulierung und Intonation. Eine Schalmei hat ebenso wie der Pommer kein Daumenloch. Überblasen werde diese frühen Vorgänger der modernen Oboe mit Ansatz. Eine Schalmei hat einige "Kompromisstöne", die man mit Ansatz korrigieren muß. Ich spiele verschiedene Schalmeien. Mein Favorit ist die Sopranschalmei aus der Werkstatt von Martin Praetorius. Der Tonumfang geht über 2 Oktaven, von c´bis c´´´.

Altpommer

 

Der Altpommer ist ein typisches Instrument der Renaissance. Er ist sehr kräftig, aber dennoch anmutig im Klang. Das Instrument hat eine konische Innenbohrung und spielt mit einem guten Rohr über 2 Oktaven. Mit trainiertem Ansatz sind viele Halbtöne spielbar.

 

Gebaut wurde der Altpommer von Jens Güntzel -  www.dudelsackwerkstatt.de

Barockoboe

 

Die Barockoboe wurde aus dem Sopranpommer entwickelt. Der Klang dieser Oboe ist deutlich weicher als der Klang von Pommern und Schalmeien. Das Instrument verfügt über eine C Klappe und eine Es Klappe. Die zwei Doppellöcher sind für dieTöne f/fis und g/gis.

 

Der Ambitus geht von c´bis d´´´. Überblasen wird die Barockoboe mit Ansatz. Halbtöne werden mit Hilfsgrifffen und Ansatz moduliert.

 

Barockoboen gibt es in verschiedensten Kammertönen. Meine Barockoboe ist in 415hz gestimmt, also einen Halbton tiefer als heute üblich.

 

Gebaut wurde das Instrument vom Onkel meines guten Freundes Johannes Schlagloth.

 

 

 

Klassische Oboe

 

Diese Oboe entspricht der klassischen Oboe. Sie spielt mit Rohren für Englischhorn über mehr als 2 Oktaven und ist vollchromatisch. Das Instrument verfügt über 5 Klappen: Halblochklappe, Oktavklappe, Es Klappe, C Klappe und Cis Klappe. Ausserdem gibt es 2 Doppellöcher für f/fis und g/gis.

 

Der Klang dieser Oboe geht schon eher in Richtung "moderne Oboe".

 

Die Oboe stammt aus der Werkstatt Guntram Wolf - www.guntramwolf.de

 

Bass-Dulzian

 

Der Dulzian ist ab dem 16. Jahrhundert belegt. Das Instrument ist konisch parallel gebohrt und gehört zu den Doppelrohrblattinstrumenten. Das Rohr wird dabei auf einen Messingbogen gesteckt. Den Dulzian gab es von Sopran bis Großbass. Um der jeweiligen Musik der Epochen gerecht zu werden, entwickelte man den Dulzian immer weiter und landete schließlich beim modernen Fagott. Die saubere Intonation eines Dulzians bedarf der regelmäßigen Übung. Ich besitze das Modell "Linz" aus der Werkstatt von Guntram Wolf aus Kronach.

 

Guntram Wolf, der Erbauer meines Dulzians - www.guntramwolf.de

Renaissance-Rauschpfeifen

 

Die Renaissance-Rauschpfeife verfügt über 7 vordere Grifflöcher und 1 Daumenloch. Rauschpfeifen sind konisch gebohrte Doppelrohrblattinstrumente. Das Doppelrohrblatt befindet sich unter einer Windkapsel. Der Ambitus geht über eine None, Gabelgriffe funktionieren sehr gut. Geübte Spieler schaffen es die Rauschpfeife um einige Töne zu überblasen. Rauschpfeifen gab es in der Renaissance in ganzen Stimmsätzen.

 

Gebaut wurden meinen Renaissance-Rauschpfeifen von Jens Gützel - www.dudelsackwerkstatt.de

Mittelalterliche Rauschpfeifen

 

Mittelalterliche Rauschpfeifen sind genauso mittelalterlich wie der mittelalterliche Marktsack. Im Prinzip handelt es sich um Spielpfeifen des mittelalterlichen Marktsacks. Über dem Doppelrohrblatt, welches meist aus Kunststoff ist, befindet sich eine Windkapsel. Diese Instrumente gibt es in allen gängigen Stimmungen - von nervig hoch bis hypnotisierend tief. Rauschpfeifen dieser Art sind sehr unkompliziert und dementsprechend leicht zu erlernen. Die Griffweise ist offen. Für Musiker, denen Chromatik wichtig ist empfehle ich Doppellöcher, denn je nach Ausführung funktionieren nicht immer alle Gabelgriffe. Ich habe mehrere mittelalterliche Rauschpfeifen von Jens Güntzel und eine von Steffen Fischer.

 

Jens Güntzel - www.dudelsackwerkstatt.de

Steffen Fischer - www.sackpfeifenmacher.de

Krummhorn

 

Das Krummhorn ist ein zylindrisch gebohrtes Doppelrohrblattinstrument mit Windkapsel. Auch hier befindet sich das Rohrblatt unter einer Windkapsel. Das Krummhorn setze ich nur bei kleineren Banketten ein, da es sehr leise und verhalten klingt. Krummhörner gab es in der Renaissance ebenfalls in ganzen Stimmsätzen. Mein Krummhorn war ein Bausatz, welchen ich günstig über eine Kleinanzeige erworben habe. Der Ambitus geht über eine teilchromatische None. Um den Tonumfang zu erweitern, verfügen viele Krummhörner über eine oder mehrere Klappen.

Cornmause

 

Die Cornamuse ist ein zylindrisch gebohrtes Instrument der Renaissance. Das Doppelrohrblatt befindet sich unter der Windkapsel. Cornamusen gibt es ganzen Stimmsätzen von "Sopranino" bis "Grossbass".

 

Die Griffweise ist offen. Das Instrument ist chromatisch spielbar.

 

Das Instrument klingt dem Krummhorn sehr ähnlich und ist recht leise. Daher ist es eher für Kammermusik und kleinere Bankette geeignet.

 

Meine Cornamuse in Altlage wurde von Christian Dreier gebaut - www.dreiers-dudelsackbau.de

 

 

Kortholt

 

Der Name Kortholt deutet auf "kurzes Holz" hin. Denn diese Doppelrohrblattinstrumente klingen trotz ihrer Kürze sehr tief. Das liegt an der "u-förmigen" Innenbohrung, wie wir sie auch beim Dulzian und beim modernen Fagott vorfinden. Das Kortholt ist allerdings mit einer zylindrischen Innenbohrung versehen. Gegriffen wird das Instrument mit Daumen, Fingern und Fingergliedern. Außerdem besitzt es 2 Klappen, die einen Tonumfang von 2 teilchromatischen Oktaven ermöglichen. Kortholte sind ähnlich leise wie Krummhörner. Mein Instrument ist aus der ehemaligen Moeck-Werkstatt. Derzeit ist mir nur Eric Moulder bekannt, der noch Kortholte baut.

 

Kontakt zu Eric Moulder www.piva.org.uk

Mittelalterliche Windkapselflöte

 

Die Windkapselflöte ist eine nach Abbildungen und Fragmenten rekonstruierte mittlelalterliche Blockflöte. Das Labium liegt unter der Windkapsel. Die Flöte ist im Vergleich zu barocken Blockflöten sehr laut und voll im Klang. Sie kann sehr dynamisch gespielt werden. Typisch für diese Art der Blockflöten ist das etwas raue Klangbild. Die Flöte spielt 2 chromatische Oktaven mit "Ganassi" Griffweise, welche ein wenig von der barocken Griffweise abweicht.

 

Die Flöte wurde seinerzeit von John Hanchet gebaut.

Knochenflöte

 

Knochenflöten sind seit über 30.000 Jahren belegt. Bei den Römern hießen sie "Tibia" (lat. für Schienbeinknochen). Selbige Flöte war auch im Mittelalter ein sehr verbreitetes Instrument. Meine Knochenflöte habe ich aus einem Hirschknochen gebaut. Sie ist in B-dur gestimmt und verfügt über einen Ambitus von a´ bis f´. Im Internet gibt es zahlreiche Bauanleitungen für die Knochenflöte. Sehr gut geeignet für den Bau sind Schienbeinknochen von Hirsch, Ziege oder Schaf. Aber auch die Flügelknochen von Schwan und Gans lassen sich herrvoragend zu Knochenflöten verarbeiten.

Gemshorn

 

Das Gemshorn zählt wie auch die Blockflöte zu den Schnabelflöten. Gemshörner werden meist aus Ziegen- oder Rinderhörnern gebaut, es gibt es sie von Sopranino bis Großbass. Überblasen lässt sich das Gemshorn nicht. Mit einem Zusatzloch für den kleinen linken Finger lässt sich das Instrument chromatisch spielen. Diese Art der Flöten war wahrscheinlich im Mittelalter und in der Renaissance sehr verbreitet. Mein Gemshorn habe ich bei Michael Hofmann gekauft.

 

Michael Hofmann - www.bagpipe.de

Renaissance-Blockflöten


Aufgrund der weiteren Innenbohrung und der großen Tonlöcher klingen Renaissance Blockflöten deutlich lauter und voller als barocke Blockflöten. Ich spiele Modelle aus der Renaissance/Frühbarock, nach Hieronymus F. Kynseker (1636–1686 Nürnberg). Der Ambitus liegt bei 2 chromatischen Oktaven. Doppellöcher sind keine vorhanden. Die Griffweise ähnelt der barocken.

 

Gebaut wurden die Blockflöten von - www.mollenhauer.com

 

 

Platerspil

 

Das Platerspil ist ein dudelsackähnliches Instrument und auf vielen mittelalterlichen Abbildungen zu sehen. Am Instrument befindet sich ein kleines Säckchen, welches als Luftkammer dient. Ursprünglich war diese Luftkammer aus einer gegerbten Schweineblase. Bei meinem Platerspil ist diese Luftkammer allerdings aus Leder. Das Platerspil überbläst nicht und ist teilchromatisch, von der Lautstärke eher moderat. Der Tonerreger ist eine Aufschlagzunge, es gibt aber auch Platerspile mit Doppelrohrblatt.

 

Gebaut hat mein Platerspiel Pavel Cip aus Tschechien - www.histnastroje.gajdy.cz/de

Hornpfeife

 

Die Hornpfeife ist ein Instrument mit einfacher Aufschlugzunge. Es gibt unzählige Arten von Hornpfeifen. Eines der frühesten Instrumente (allerdings ohne Hornaufsatz) dieser Art ist der Aulos, welcher schon im alten Ägypten gespielt wurde. Ich habe meine Hornpfeife ein wenig mit Wachs und Feile bearbeitet (Gabelgriffe funktionieren auf meinem Instrument nicht) um zwei kleine Sekunden und eine große Terz spielen zu können. Das gibt dem Instrument einen orientalisch anmutenden Klang.

 

Gebaut wurde die Hornpfeife von Juro Dufek - www.bagpipes.sk

Krummer Zink

 

Der Zink ist ein Blasinstrument mit Kesselmundstück und wird mit einem trompetenähnlichen Ansatz gespielt. Die Töne werden ähnlich wie bei einer Blockflöte gegriffen. Der Zink hat einen großen Ziehbereich und ist dementsprechend recht lernaufwendig, wenn er schön klingen soll. Theoretisch hat der Zink einen Ambitus von 3 chromatischen Oktaven. Das Mundstück ist aus Horn, das Instrument selber kann aus Holz oder aus Gießharz gebaut und mit Leder überzogen sein.

 

Meinen krummen Zink hat Jeremy West aus England gebaut - www.jeremywest.co.uk

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